Bereits jetzt ist das kulturelle Leben mit den zahlreichen Akteur*innen und Trägern vor eine existenzielle Zerreißprobe gestellt und läuft schon längst im Notfallplan. Weitere Einschnitte wirken nicht nur kurzfristig, sondern führen zu einem Kahlschlag unserer in den letzten Jahrzehnten hart erkämpften Kulturlandschaft. Deshalb stellen wir klar:

Keine Kürzungen im Bereich Kultur!

  • Kürzungen führen zu Ausfällen von wichtigen Programmen & fundamentalen Strukturen, welche die kulturelle Daseinsvorsorge gewährleisten. Diese ermöglicht generationsübergreifende kulturelle Bildung und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Folge der Einsparungen wäre ein umfangreicher Dominoeffekt, der das zivilisierte und demokratische Zusammenleben gefährdet. Für eine innovative und lebenswerte Stadtentwicklung unverantwortlich!
    F_14, F_13, F_39, F_47, F_50
  • Keine Kürzungen bei Institutioneller- und Projektförderung!Für viele Institutionen, Vereine und Initiativen bedeuten Kürzungen in der vorgeschlagenen Größenordnung eine Existenzbedrohung. Niedrigschwellige kulturelle Angebote würden wegfallen, die diverse kulturelle Landschaft Jenas würde sich deutlich reduzieren und etablierte soziokulturelle Strukturen irreversibel zerstört werden.
    F_10, F_11, F_14, F_20
  • Kulturelle & soziokulturelle Freiräume, Veranstaltungs- und Begegnungsorte müssen geschützt und erhalten bleiben. Ein niedrigschwelliger Zugang muss bspw. durch das jenaBonus- Programm gewährleistet sein.
    F_05, F_06
  • Der Kultur- und Bildungsstandort Bibliothekzweigstelle in Lobeda ist zu erhalten.
    Sie leistet einen unschätzbaren Beitrag für Integration und Teilhabe als wertvoller Partner für Kindergärten, Schulen & Bildungseinrichtungen. Die Schließung einer Bildungseinrichtung ist ein fatales Zeichen für die Kultur- & Bildungslandschaft und der sozialen Gerechtigkeit in Jena.
    F_13
  • Die Etablierung neuer Förderstrategien ist dringend nötig.
    Statt zu kürzen, müssen innovative Förderstrategien etabliert werden. Das bedeutet weniger kurzfristige Projektförderung, und Abschaffung des komplizierten Förderanträge-Unwesens auf allen Ebenen. Dabei ist den spezifischen Lebenswelten und Lebensumständen der kulturellen Akteur*innen unbedingt Rechnung zu tragen.
  • Umfassende soziale Sicherungssysteme
    für alle Akteure in Kultur und Kreativwirtschaft sind essentiell nötig und grundlegend zu etablieren.
  • Die Ernennung eines/r Kulturdezernent*In der Stadt Jena
    der Stadt Jena ermöglicht eine verantwortungsbewusste Stadtentwicklung, die der Relevanz von Kunst & Kultur für die Stadtgesellschaft gerecht wird. Für eine partizipative und gleichberechtigte kommunale Kulturpolitik ist darüber hinaus die
  • Einrichtung eines kommunalen RUNDEN KulturTISCH
    Die strukturelle Entwicklung neuer kulturpolitischer Strategien und Visionen soll hier gemeinsam erarbeitet werden. Die Reduzierung der Ortsteile und städtischen Gremien (W_10) steht für eine Gegenteilige Entwicklung.

Hinweis:
In diesem Forderungskatalog wird nach Möglichkeit auf konkrete Maßnahmenvorschläge aus dem HSK (Haushaltssicherungskonzept) verwiesen. Das passiert in Form von Kapitelangaben oder der Kodierung „?-xx“, die auch im HSK verwendet wird.